Tagebuch einer Video-Dame - Eintrag 2

Videos sind die Zukunft. Ich gehe sogar weiter und sage: "Videos sind die Gegenwart." Um so wichtiger, sich mit anderen Firmen und kreativen Köpfen darüber auszutauschen. Bei der webvideocon 2017 bei der IHK in Köln traten acht Referenten in sieben Stunden auf. Coole Sache. Seitdem bin ich zum Beispiel ein Fan von Cinemagraphs. (= Videoelemente in einem Foto einbauen.)

 

Am Ende der Veranstaltung ahnte ich noch nicht, was für eine Rückfahrt auf mich wartete. Bahnchaos wegen Unwetterwarnungen, Richtung Norddeutschland ging nichts mehr. Tolle Wurst, ich wollte doch nach Hause.

 

Zu meinem Glück kam so oder so noch dazu, dass zwischen Osnabrück und Vechta an den Schienen gebaut wird. Ich hätte also in Bramsche in einen Bus umsteigen müssen und wäre dann erst um Mitternacht in Vechta gewesen. Also war mein Plan B in diesem Zug nach Hamburg sitzen zu bleiben, eine Station weiter als Osnabrück mitzufahren und in Diepholz abgeholt zu werden. (Diepholz - Vechta sind etwa 25 Minuten Autofahrt.) Doch die deutsche Bahn entzauberte mich.

Kurz nach Münster Stillstand, auf Grund des Rückstaus der Züge, die alle nicht nach Hamburg fahren konnten. In unserem Wagon tauchte zum ersten Mal mein neues Lieblingswort auf: "Hotelzug". Das Gerücht wurde wahr: In Osnabrück ging unser Zug in die verfrühte Rente und wurde ein Hotelzug. In meinem Kopf sah ich schon Schaffnerinnen mit Decken und Kissen kommen.

 

Plan B also gestrichen. Doch ich sah, dass von Osnabrück ein Zug nach Oldenburg fuhr. Plan C: Ich fahre nach Cloppenburg zu einem Kumpel. Wenn das nicht geht, Plan D: Ich fahre bis nach Ahlhorn und lasse mich von einem Kollegen aus Lutten abholen. Oder Plan E: Ich steige in Quakenbrück aus und lasse mich dort von einer lieben Kollegin abholen. (Quakenbrück - Vechta sind etwa 30 Minuten Autofahrt.)

Plan E ist übrigens aufgegangen und ich war gegen 23:15 Uhr heil und im Ganzen wieder Zuhause.

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