Mein Buch

Wer möchte, kann mein Buch direkt bei mir für 10,95 Euro bestellen.

(Versand inklusive). Auf Wunsch natürlich auch mit persönlicher Widmung.

Produktinfo: Format A6, 108 Seiten

Inhalt: Mit 24 Jahren verlor ich meine Mutter an Speiseröhrenkrebs. Meine Erfahrungen und Gedanken aus dieser Zeit habe ich damals in einem Buch niedergeschrieben.

Mit dem Morgenrot ins Himmelblau

In dem Buch habe ich den Krebstod meiner Mutter verarbeitet. Darüberhinaus erzähle ich aus ihrem Leben und stelle meine These auf, wodurch diese furchtbare Krankheit begünstigt werden kann. Außerdem werden folgende Themen angeschnitten: Depression, Familie und Tod.

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Mit dem Morgenrot ins Himmelblau - digital

Mein Buch ist auch in digitaler Form in einem schreibgeschützten PDF-Dokument erhältlich.

8,49 €

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Auf meinem YouTube-Kanal gibt es außerdem eine Hörprobe.

 

Lesung in Vechta am 21.05.2014 beim Frühstückstreffen vom "Hilfe bei Krebs e.V."

Ein kurzer Auszug aus meinem Buch:
 
Anuschka Bacic

Mit dem Morgenrot ins Himmelblau

 

Impressum
Copyright: © 2014 Anuschka Bacic

 


Vorwort


Jeder Psychologe hätte sicher seine Freude an mir und eine dicke Rechnung nach vielen Sitzungen. Denn in meinem Leben ist schon vieles passiert. Das ist an sich bestimmt nichts Ungewöhnliches, in jedem Leben geschieht eine Menge. Es gibt schöne Erlebnisse, aber auch furchtbare und traurige Momente. Sicherlich bin ich bisher in meinem Leben auch gut weg gekommen, es gibt ohne Frage schlimmere Schicksalswege. Nichtsdestotrotz sind Leid und Kummer eine individuelle und daher auch relative Frage. Doch gemeinsam haben alle Menschen, dass sie irgendwann an einen Punkt kommen, an dem sie sich fragen: Warum? Warum ist dieses oder jenes geschehen, wie konnte es nur dazu kommen? Das Quälende daran ist, dass diese Frage unbeantwortet bleibt, denn wir werden es nicht wissen. Es gibt Dinge, die passieren einfach, ohne dass uns vorher jemand um Erlaubnis fragt. Das nennt man dann Schicksal oder göttliche Fügung, vielleicht auch einfach nur Zufall, damit das Warum wenigstens ein bisschen kleiner wird.

 

Warum schreibe ich dieses Buch und wieso stelle ich es in die Öffentlichkeit? Wenn ich ehrlich bin, weiß ich es nicht und auch dieses Warum bleibt nun unbeantwortet. Ich tue es einfach, sowie manche Dinge und Schicksalsschläge einfach passieren. Das Leben IST und genauso gibt es nun dieses Buch. MEIN Buch.

Ich denke, es ist der Versuch, schlimme und traurige Erlebnisse auf Papier zu bringen,  in der Hoffnung, dass sie dann aus dem Kopf verschwinden. Ich schreibe sie nieder und rede mir ein, dass diese Schicksalsschläge mich nicht mehr wie ein großer Schatten tagtäglich begleiten.

 

Vielleicht kann ich sogar dem ein oder anderen mit meinen Worten helfen, wenn sich jemand in meinen Geschichten wiederfindet. Krebs ist eine grausame Krankheit, auf die sich keiner vorbereiten kann. Doch Krebs kommt nicht von heute auf morgen, daran glaube ich nicht. Es ist vielmehr eine Art lebenslanger Prozess, deshalb ist die Krankheit auch so tückisch und man kommt ihr nicht endgültig auf die Schliche. Die Schwierigkeit liegt darin zu erkennen, dass Krebs nicht von außen kommt, keiner pflanzt es dir ein oder steckt dich damit an. Er entsteht in dir selbst, in deinen Zellen. Von extremen Umwelteinflüssen, bei-spielsweise durch Unfälle in  Kernkraftwerken natürlich einmal abgesehen. Nein, selbst das regelmäßige Rauchen zähle ich nicht dazu. Tabakkonsum kann ein Faktor sein, der die Krebsentstehung verstärken kann, aber er ist nicht zwangsläufig der Auslöser. Dafür gibt es leider zu viele Positivbeispiele, die, obwohl sie schon Kettenraucher sind, keinen Krebs bekommen. Aber nur, weil man von Zigaretten keinen Krebs bekommt, heißt das natürlich nicht, dass Rauchen gesund sei.

Wenn ich eines durch die Krebserkrankung meiner Mutter gelernt habe, dann ist es die Erkenntnis, wie wichtig es ist, sich seinem eigenen Körper zu widmen. Ihn zu pflegen wie einen Schatz, ihm alles zu geben, was er braucht und auf Signale zu hören. Die Angst lähmt die Menschen, das war schon immer so. Doch wenn man aus Angst vor einer schlimmen Diagnose nicht zum Arzt geht, hat man schon verloren. Denn der größte Komplize bei der Krankheit Krebs ist die Zeit. Je länger man damit wartet zum Arzt zu gehen, umso mehr Raum gibt man den beiden sich zu verbünden. Und dann spielen plötzlich beide gegen einen, dabei hätte man zumindest die Zeit auf seiner Seite haben können.

Ein zweiter großer Aspekt in diesem Buch ist die Krankheit Depression. Vielleicht ist es zu sehr gewagt, zwei so große Krankheiten in einem einzigen Buch zu behandeln und in einen Topf zu werfen. Aber es ist einen Gedanken wert zu überlegen, ob sich diese beiden Volkskrankheiten nicht doch einander bedienen.

 

Als Drittes geht es in diesem Buch nicht zu Letzt auch um den schmerzlichen Verlust der eigenen Mutter. Kein Kind verliert gerne seine Eltern und nimmt von ihnen Abschied. Aber so sieht es das Leben nun einmal vor und diese Erfahrung bleibt in der Regel keinem von uns erspart. Die Hilflosigkeit und die Verzweiflung sind groß, vor allem, wenn man sowie ich ein Einzelkind ist und dazu auch noch nur bei einem Elternteil aufgewachsen ist.

 

Meiner Mutter sprach oft davon, dass sie so viel in ihrem Leben erlebt hat, dass sie darüber ein Buch schreiben müsste. Ich habe das oft nicht verstanden, schon gar nicht als Kind. Doch zu ihrem Nachlass gehörten Tagebücher und unzählige Gedichte, die sie seit ihrer Jugend schrieb und sorgsam aufbewahrte. Also schreibe ich hiermit strenggenommen nicht nur mein Buch, sondern auch das meiner Mutter. Somit ist es UNSER Buch. Etwas, das wir jetzt noch gemeinsam auf die Beine stellen, obwohl sie nicht mehr lebt.